Freitag, 4. Oktober 2013

Treureal

Verhandlung vor dem Wilhelmshavener Amtsgericht

Das schriftliche Vorverfahren ist abgeschlossen. Die mündliche Verhandlung in Sachen Anjas Erste Property gegen Heinz-Peter Tjaden findet am 5. Dezember 2013, 9.30 Uhr, im Raum 46 des Wilhelmshavener Amtsgerichtes statt. Die Verhandlung ist öffentlich.

Verwaltet werden die Anjas-Häuser in Wilhelmshaven angeblich von Treureal. Die betraut alle paar Monate eine andere Filiale mit der Verwaltung. Aus der Lostrommel ist jüngst Munster gezogen worden. Vorher hatte Hannover das Lospech. Abhängig ist die Wahl des Standortes möglicherweise von der Zahl der Beschwerden von Mieterinnen und Mietern. Wird die zu groß, denkt sich Treureal eine neue Stadt aus.

Anjas Erster Property gehören in Wilhelmshaven Häuser in der Parkstraße, in der Viktoriastraße, in der Peterstraße, in der Grenzstraße, in der Werftstraße, in der Bismarckstraße, in der Margaretenstraße, in der Krummen Straße, im Mühlenweg, in der Freiligrathstraße und im Börgenweg.

Das Haus, in dem Heinz-Peter Tjaden wohnt, ist weit über die Stadtgrenzen als "Schimmel-Haus" bekannt. Nach Auskunft eines ehemaligen Mitarbeiters des städtischen Energieunternehmens gibt es nirgendwo in Wilhelmshaven so viele Umzüge wie in der Krummen Straße 1.

Weitere Informationen auf Treureal II

Meine Klageerwiderung

Az. 6 C 695/13


29. September 2013. Ich beantrage die Zurückweisung der Klage von Anjas Erster Property, angeblich ansässig in der Kennedyallee112, 60596 Frankfurt. Die Behauptung, André Haas sei Geschäftsführer dieses Unternehmens wird von mir ebenso mit Nichtwissen bestritten wie die Behauptung, das Haus werde von Treureal aus Munster verwaltet. Nach Abschluss des schriftlichen Vorverfahrens möge die Akte an die Staatsanwaltschaft in Oldenburg weitergeleitet werden. Anjas Erste ist zu einer Grundsanierung des Hauses in der Krummen Straße 1 zu verpflichten.


Anjas Erste Property/Beates Zweite Property ist am 17. Februar 2012 aus dem Handelsregister von Wuppertal gelöscht worden (Anlage 1). Als neue Adresse wurde die Kennedyallee 102 in Frankfurt angegeben. Redakteure des Südwestfunks haben den angeblichen Sitz in Frankfurt besucht. Dort fanden sie Anjas/Beates nicht (Anlage 5). Auf einen entsprechenden Hinweis reagierte die Verwalterin unseres Hauses nicht. Im Mai 2012 war das noch Treureal in Hannover.


Anschließend war Treureal in Munster als Verwalterin zuständig (Anlage 4), die sich ebenfalls eisern an das Schweigegebot nach Beschwerden hielt (Anlage 2). Auch telefonische Bitten um Rückrufe brachten nichts (Anlage 3).


Besserung schien in Sicht zu sein, als 2010 Apex vorübergehend die Verwaltung der Häuser übernommen hatte. Der Manager reagierte am 13. Dezember 2010 auf meine Beschwerden und schickte einen Handwerker vorbei (Anlage 6). Der war aber so schnell wieder weg wie er gekommen war. Apex ist inzwischen pleite. Der Handwerker kam auch nie wieder.


Anjas Erste hat unser Haus am 1. April 2007 gekauft. Darüber unterrichtet wurden wir aber erst zwei Monate später. Wir waren völlig ahnungslos und überwiesen die Miete weiter an den Vorbesitzer (Anlage 7). Treureal konstruierte daraus einen Mietrückstand und kündigte mir die Wohnung zum ersten Mal am 19. September 2007 (Anlage 12). Spätere Beschwerden führten auch zu einer Korrektur der Nebenkostenabrechnung für 2007 (Anlage 11). Zuständig war in diesem Jahr Treureal in Bremen.


Weitere fristlose Kündigungen meiner Wohnung bekam ich am 24. Februar 2010 (Anlage 10) und am 24. Oktober 2012 (Anlage 3).


Den ersten Wasserschaden in meiner Wohnung hat es im August 2005 gegeben. In der Wohnung über mir war die mit Wasser gefüllte Badewanne geborsten. Der damalige Eigentümer stimmte einer Mietkürzung um 15 Prozent zu (Anlage 13). Kurz vor dem Eigentümerwechsel wurden meine Stube und meine Küche neu gestrichen. Doch die Spuren des Wasserschadens kehrten zurück, wieder gab es Schimmel auf den Wänden. Die hohe Feuchtigkeit führte zu weiteren Schäden, die Wasserhähne rosteten fest. Die Waschmaschine, die zur Einrichtung gehört, gab ihren Geist auf. Ich kürzte die Miete fortan um 50 Prozent. Dagegen hat Anjas nie protestiert, auch Treureal nahm diese Mietkürzungen hin. Ein Gutachter, der im Dezember 2012 im Haus war, stellte fest, dass eine Sanierung von Grund auf erforderlich sei. Die Probleme begännen bereits beim brüchigen Fundament, das Haus senke sich ab.


Probleme mit Treureal gibt es überall. Begründet werden sie von der Verwaltung mit mangelnden Finanzmitteln von Anjas, Beates und anderen Eigentümern mit ähnlichen Fantasienamen. Wenn man von der Eigentümerin kein Geld bekomme, habe man auch kein Geld für Sanierungen. Nach meinen Recherchen verwaltet Treureal im Bundesgebiet über 50 000 Wohnungen, die nicht in Schuss gehalten werden (Anlagen 14 und 15).


Mehr als die Hälfte der Wohnungen in der Krummen Straße 1 sind nicht vermietet. Derzeit werden weitere Mieter vertrieben, die sich gegen die Nebenkostenabrechnungen gewehrt haben. Jede Abrechnung ist falsch. Über ein Jahr lang wurde das Treppenhaus nicht gereinigt, 2010 tauchte jemand auf, der sich als Hausmeister ausgab, aber nie wieder kam. Im Mühlenweg gab es angeblich Mietersprechstunden. Wählte man die Telefonnummer, erfuhr man per Bandansage: „Dieser Anschluss existiert nicht mehr.“


Das wirkte sich besonders negativ im Dezember 2010 aus. Die Heizungsanlage fiel aus, alle Wohnungen kühlten aus, in meiner Wohnung entstanden weitere Mängel, die bis heute nicht behoben worden sind. Bis wir einen Zuständigen erreicht hatten, vergingen drei Tage. Einige Mieter waren inzwischen in Hotels geflüchtet, andere verschwanden auf Nimmerwiedersehen.


Monatelang reinigten wir das Treppenhaus selbst, ich wechselte z. B. auch kaputte Birnen aus.(Anlage 5) Ebenfalls 2010 stand ein Mann vor meiner Wohnungstür, der sich als Mitarbeiter der Sparkasse Wilhelmshaven ausgab. Er behauptete, diese Bank wolle unser Haus kaufen. Nach diesem Besuch rief ich die Immobilienabteilung der Sparkasse an. Die versicherte mir, dass es sich bei meinem Besucher keinesfalls um einen Mitarbeiter der Bank gehandelt habe. Das Objekt sei der Sparkasse zwar bekannt, aber mit derart unseriösen Eigentümern verhandele man nicht.


Bereits mitgeteilt habe ich dem Gericht, dass es sich bei den Geschäftsführern von Anjas/Beates offenbar nur um Strohmänner handelt, die alle paar Monate ausgewechselt werden. Inzwischen tauchen im Haus auch wieder Treureal-Mitarbeiter aus Hamburg auf, die keine Frage beantworten können.


Wie Anjas/Beates Nebenkosten für nicht erbrachte Leistungen verwendet, ist eine Frage, die ich mir schon länger stelle. Möglicherweise wird dieses Geld unterschlagen. Ich jedenfalls habe jedes Jahr für Dienstleistungen bezahlt, die es nie gegeben hat. Vor dem Haus zerbröckelt der Parkplatz, die Platten, die zu den Containern führen, wackeln immer mehr. Nachts sind sie für Ortsunkundige eine Gefahr.


Sollte das Gericht noch Informationen benötigen, bitte ich um richterlichen Hinweis.

Spur der Zerstörung

Kaiserslautern - 20. September 2013 (tj). Der Journalist Edgar Verheyen ("Wiesenhof"-Skandal) ist wieder einmal in Kaiserslautern unterwegs und verfolgt die Spur der Zerstörung, die Anjas Erste Property/Beates Zweite Property hinterlässt. Geplanter Sendetermin ist der 27. September 2013, 20.15 Uhr. Dann heißt es im SWR-Fernsehen "Zur Sache Rheinland-Pfalz". Die mail-Adresse lautet edgar.verheyen@swr.de

Verteidigungsanzeige an das Amtsgericht von Wilhelmshaven

Az. 6 C 695/13

Wilhelmshaven - 15. September 2013. Ich werde mich gegen die Klage von Anjas Erster Property, angeblich ansässig in der Kennedyallee112, 60596 Frankfurt, verteidigen. Die Behauptung, André Haas sei Geschäftsführer dieses Unternehmens wird von mir ebenso mit Nichtwissen bestritten wie die Behauptung, das Haus werde von Treureal aus Munster verwaltet.

Für eine Verwaltung der Häuser gibt es keine Hinweise. Treureal aus Munster reagiert auf Beschwerden nicht. Die in der Vollmacht von Anjas Erster Property genannten Treureal-Mitarbeiterinnen sind für mich noch nie erreichbar gewesen – weder telefonisch noch schriftlich. Inzwischen tauchen in unserem Haus wieder Treureal-Mitarbeiter aus Hamburg auf, wenn Wohnungen vermietet werden sollen. Derweil wird ein Mieter nach dem anderen vertrieben. Bei Regen stehen das Treppenhaus und der Keller unter Wasser, worum sich niemand kümmern würde, wenn es die Mieter nicht selbst täten. Handwerker führen Reparaturen – wenn überhaupt - nur noch notdürftig aus, weil sie fürchten, dass ihre Rechnungen nicht beglichen werden. So sind vor wenigen Wochen vor dem Haus Gehwegplatten befestigt worden, die inzwischen wieder so wackelig sind wie eh und je.


Mehrere Staatsanwaltschaften haben in der Vergangenheit Ermittlungsverfahren gegen Anjas Erste Property (Beates Zweite Property) geführt. Laut Staatsanwaltschaft von Kaiserslautern ist ein gewisser Dirk Tönges ab 5. Juli 2007 Geschäftsführer gewesen, die Nachfolge trat am 13. November 2008 ein gewisser Thomas Steger an. Ein gewisser Shankar, der das Unternehmen ab 10. März 2006 geleitet hatte, konnte im November 2011 von der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern nicht zur Rechenschaft gezogen werden, weil er sich irgendwo versteckt hielt. In einem Schriftstück der Staatsanwaltschaft von Frankfurt tauchte sein Name am 28. Mai 2013 allerdings wieder auf. Dort hieß es, Ravi Shankar habe Anjas Erste Property (Beates Zweite Property) bis zum 13. Dezember 2011 geführt. Neuer Geschäftsführer sei ein gewisser André Haas.


Bei den Geschäftsführern von Anjas und Beates scheint es sich lediglich um Strohmänner zu handeln, die immer dann ausgewechselt werden, wenn juristisches Ungemach droht. Jahresabschlüsse werden gar nicht oder mit großer Verspätung veröffentlicht. Die Klägerin möge also stichhaltig beweisen, dass sie tatsächlich von einem gewissen André Haas vertreten wird. Möglicherweise wird dann der Geschäftsführer sofort wieder ausgetauscht.


Die Treureal-Verwaltung wechselt regelmäßig. Zuständig waren bereits Hamburg, Bremen, Leipzig, Hannover und Munster. Der Öffentlichkeit erklärt Treureal dazu, wenn die Zuständigkeit wechsele, könne es schon einmal vorkommen, dass Buchführungsunterlagen nicht weitergegeben werden. So hat man bereits massenhafte fristlose Kündigungen entschuldigt, die sich als unberechtigt herausstellten.


Nach Abschluss des schriftlichen Vorverfahrens sollte die Akte unverzüglich an die Staatsanwaltschaft in Oldenburg weitergeleitet werden.


Der Klageschrift werden lediglich Nebenkostenabrechnungen beigefügt. Die Mietrückstands-Liste, die sich daraus ergibt, ist überhaupt nicht nachvollziehbar. Behauptet wird zudem, ich hätte 2009 überhaupt keine Miete gezahlt. Warum ich trotzdem noch hier wohne, ist eine nahe liegende Frage.


Anjas Erste Property vertreibt Mieter

Wilhelmshaven - 6. September 2013 (tj). Aus dem Haus, in dem ich seit 2004 wohne, werden immer mehr Mieter vertrieben. Jetzt haut die nächste Familie ab. "Ich bekomme immer wieder Mahnungen", schimpft der Mieter, "wenn ich dagegen protestiere, reagieren die erst nach dem vierten oder fünften Mal. Das sehe ich nicht mehr ein." Jetzt habe die Familie von Anjas Erster Property auch noch eine falsche Nebenkostenabrechnung bekommen. Will die Heuschrecke das Haus leer stehen lassen, um es irgendwann abreißen zu können?

Anjas Erste Property will mich wieder aus der Wohnung werfen

Heute hat mir das Wilhelmshavener Amtsgericht eine Klageschrift der Leipziger Anwälte von Anjas Erster Property zugeschickt. Ich soll aus meiner Wohnung geklagt werden. Ein anderer Mieter hat sich kürzlich eine neue Wohnung gesucht, weil er sich nicht mehr gegen ungerechtfertigte Forderungen wehren wollte. Innerhalb von 14 Tagen soll ich dem Gericht anzeigen, ob ich mich wehren will. Dann habe ich noch 14 Tage Zeit für die Klageerwiderung. Beantragt haben die Anwälte von Anjas Erster Property ein schriftliches Vorverfahren.

Bevor der juristische Stein ins Rollen kommt, habe ich den Heuschrecken-Anwälten erst einmal dieses Fax geschickt:

Aktenzeichen 6 C 695/13

Sehr geehrte Herren,

nun also die Kündigung die fünfte. Viermal fristlos seit 2007, jetzt gerichtlich. Auf die fristlosen Kündigungen habe ich stets mit der Ankündigung reagiert, dass ich die Polizei rufe, wenn jemand vor meiner Wohnungstür stehen sollte, um mich zu vertreiben. Unser Haus ist zuzeiten von Anjas Erster Property von verschiedenen Unternehmen verwaltet worden, die zwar Sanierungen ankündigten, diese aber nie durchführten. Mehrmals waren Gutachter in meiner Wohnung. Danach geschah nichts mehr.

Dies vorausgeschickt freue ich mich erst einmal darüber, dass Ihre Mandantin Ihren Briefkasten seit dem 13. Februar 2012 in der gleichen Frankfurter Straße hat. Die Verlegung des angeblichen Firmensitzes von Mannheim nach Frankfurt beschloss die Gesellschafterversammlung von Anjas Erster Property am 5. Januar 2012 (Amtsgericht Frankfurt, Aktenzeichen HRB 93 032). Dass der neue Geschäftsführer André Haas heißt, bestreite ich mit Nichtwissen.

Verwaltet wird unser Haus derzeit von Treureal in Munster. Auf Schreiben reagiert niemand. Das ist auch vorher nicht anders gewesen. Ob sich nun Treureal in Hamburg, Bremen, Hannover oder sonstwo befand, Reaktionen gab es nie. Ich habe mehrfach darüber berichtet, im Internet gibt es sogar eine eigene Beschwerdeseite über Anjas Erste Property.

Schlagzeilen machte ihre Mandantin auch, weil die Staatsanwaltschaft von Kaiserslautern ein Ermittlungsverfahren gegen die Geschäftsführer einleitete. Der Vorwurf lautete: Abrechnungsbetrug. Ob das Ermittlungsverfahren inzwischen beendet ist, weiß ich nicht. Ihre Mandantin hat auch schon Bilanzen veröffentlicht, die sich Jahr für Jahr auf Heller und Pfennig glichen. Dieses Kunststück fiel auch Anjas-Betroffenen in Kaiserslautern auf.

Bei dieser Gelegenheit widerspreche ich der Nebenkostenabrechnung für 2012. Eine von mir verlangte Gutschrift in Höhe von 500 Euro wurde nicht berücksichtigt. Dieser Anspruch ergab sich aus der Tatsache, dass ein Treureal-Mitarbeiter aus Hamburg am 22. Dezember 2011 in meiner Wohnung war, mein Notebook vom Schreibtisch riss und mit Füßen trat, so dass mein Notebook nur noch Schrottwert hatte.

Es wäre nett, wenn Sie in dem von Ihnen angestrebten schriftlichen Vorverfahren lediglich korrekte Angaben über Ihre Mandantin machen würden. Oder wollen Sie erreichen, dass erneut Redakteure nach Frankfurt fahren, um festzustellen, dass man Anjas Erste Property dort gar nicht findet?

Alle weiteren Schriftwechsel leite ich auch an die Staatsanwaltschaft weiter. Dieses Fax wird von mir auf heinzpetertjaden.wordpress.com veröffentlicht. Weitere Berichte von mir können Sie gern googeln.

Ziehen Sie sofort Ihre Klage zurück, erklären Sie alle Forderungen für null und nichtig!

Schulden höher als die Miete

Wilhelmshaven - 24. Juli 2013 (tj). 2 113,78 Euro Miete soll ich Anjas Erster Property in 2009 schuldig geblieben sein. Stand Anfang Januar 2013 in einem gerichtlichen Mahnbescheid. Ich legte Widerspruch ein und teilte dem Mahngericht in Hünfeld mit, dass meine jährliche Miete bei 1 800 Euro liegt, so dass die Forderung schon von daher gar nicht berechtigt sein kann. Außerdem habe ich für 2009 Nebenkosten erstattet bekommen.

Heute hat mir das Mahngericht mitgeteilt, dass die Sache dort erledigt sei. Sollte es zu einem Rechtsstreit kommen, würde der wahrscheinlich vor dem Amtsgericht in Wilhelmshaven stattfinden. Nach § 195 BGB verjähren Mietforderungen nach drei Jahren. Die Verjährungsfrist beginnt am Ende des Jahres. In meinem Fall also am 31. Dezember 2009.

Im Treppenhaus wird der Feudel geschwungen

Wilhelmshaven - 18. Februar 2013 (tj). Krumme Straße 1 in Wilhelmshaven:  Der Mann, der das Treppenhaus reinigt, fragt sich, ob er seine Arbeit jemals bezahlt bekommt. Derweil schwärmen zwei Treureal-Abgesandte aus und schauen sich leerstehende Wohnungen an. Die sollen endlich saniert werden. Behaupten sie aber schon seit Jahren. Der Treppenhaus-Reiniger schwingt weiter seinen Feudel: "Dafür müsste ich eigentlich Extrakosten berechnen. Hier hat schon seit Dezember 2011 niemand mehr sauber gemacht." Was nicht stimmt. Die Mieter haben die Treppenhausreinigung selbst erledigt.

Oldenburger Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungsverfahren gegen Hausmeister ein

Wilhelmshaven/Oldenburg - 28. Januar 2013 (tj). Er heißt wie der Hausmeister in einer TV-Serie, er hat sich am 10. Oktober 2012 vor meiner Wohnungstür aufgebaut und behauptete, dass ich meine Wohnung wegen Mietschulden in fünfstelliger Höhe schon bald verlassen müsse. Die Sache sei bereits bei der Polizei. Die stehe in Kürze vor meiner Tür.

Bei der Oldenburger Staatsanwaltschaft stellte ich sofort Strafantrag. Das Ermittlungsverfahren wurde jetzt eingestellt. Der Hausmeister habe sich zwar strafbar verhalten, aber "ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung" könne nicht angenommen werden. Mir bleibe der zivilrechtliche Weg.

Den Weg zu unserem Haus hat dieser Hausmeister übrigens nach dieser Aktion nie wieder gefunden...

"Treureal stellt sich tot"

Wilhelmshaven - 19. Januar 2013 (tj). "Ist doch egal, von wo aus die Häuser angeblich verwaltet werden. Treureal stellt sich tot", sagt ein Mieter aus Wilhelmshaven. Er hat der Verwaltung mitgeteilt, dass er die Miete einbehalten werde, um davon die Renovierung seiner Wohnung zu bezahlen. Für den Fall, dass Treureal für die "mehr als einmal" versprochene Sanierung sorge, habe er eine Frist gesetzt. Die sei nun verstrichen. "Die antworten nicht", berichtet der Mieter.

Treureal verlängert das Jahr 2009

Wilhelmshaven - 8. Januar 2013 (tj). "Da bin ich erst einmal auf den Arsch gefallen", sagt ein 47-Jähriger aus Wilhelmshaven, der heute von Anjas Erste Property/Beates Zweite Property eine Mahnung bekommen hat. Dabei geht es um angebliche Mietrückstände aus dem Jahre 2009. Die sollen knapp 2100 Euro betragen. Auch die Nebenkosten soll der 47-Jährige nicht vollständig beglichen haben.

"Jedes Jahr wird unser Haus von einer anderen Niederlassung des Verwalters Treureal übernommen", sagt der Mieter. 2009 und 2010 sei Hamburg zuständig gewesen. Von dort habe er am 24. Februar 2010 eine "fristlose Kündigung" seiner Wohnung wegen "erheblicher Mietrückstände" bekommen. Der 47-Jährige verließ die Wohnung aber nicht. Damals sei behauptet worden, er habe in 2009 Mietrückstände in Höhe von knapp 3 100 Euro angehäuft.

"Immerhin", sagt der Wilhelmshavener, "sind die nun um 1 000 Euro gesunken. Aber rechnen können die nicht. Der angebliche Rückstand entspricht über 15 Monatsmieten. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass 2009 so viele Monate gehabt hat."

Heuschrecke will sich scheibchenweise den Bauch voll fressen

Wilhelmshaven - 28. Dezember 2012 (tj). Jetzt will sich die Heuschrecke Anjas Erste Property, der auch in Wilhelmshaven Häuser gehören, die von der Treureal verwaltet, aber nicht in Schuss gehalten werden, scheibchenweise den Spekulantenbauch voll fressen. Mieterinnen und Mieter, längst gewöhnt an Mahnungen und fristlose Kündigungen, die sich stets nur als Drohgebärde entpuppen, bekommen jetzt gerichtliche Mahnbescheide. Das Unternehmen, vertreten von Geschäftsführer Andre Haas, hat dafür einen Anwalt aus Leipzig eingeschaltet. Der soll erst einmal angebliche Mietforderungen aus dem Jahre 2009 eintreiben. Dazu sagt ein Mieter: "Dieser Anwalt sollte erst einmal unseren Hausmeister auftreiben, der spurlos verschwunden ist. Bei uns wird nicht einmal mehr das Treppenhaus gereinigt, obwohl wir die Treppenhausreinigung mit den Nebenkosten bezahlen."

Als Firmensitz gibt Anjas Erste Property weiterhin Frankfurt an. Als die Staatsanwaltschaft von Kaiserslautern Ermittlungen gegen die Geschäftsführung einleitete, fuhren Redakteure an den Main - die angegebene Adresse war falsch. Dort gab es Anjas Erste Property nicht. Als dieser Schwindel aufgeflogen war, schwirrte die Heuschrecke angeblich zur nächsten Straße in Frankfurt. Derweil wechselte bei Treureal die Zuständigkeit von Hamburg nach Bremen, von dort nach Hannover, schließlich nach Munster. Noch einmal der Mieter: "Darum kümmert sich kein einziger Lokalpolitiker in Wilhelmshaven. Die haben nicht einmal reagiert, als Mieter in einem ganzen Viertel den Winter über frieren mussten, weil die Heizung nicht funktionierte." Auch die Lokalzeitung berichte nicht.

Mieter reinigen das Treppenhaus - Treureal kündigt wieder fristlos

Wilhelmshaven - 5. November 2012 (tj).  Ein Mieter schwingt den Feudel, reinigt in der Krummen Straße 1 das Treppenhaus. "Einer muss das ja machen", sagt er. Aufgetaucht ist zwar jemand, der sich als neuer Hausmeister vorstellte und versprach, dass sich Treureal als Verwalterin nun endlich kümmern werde, doch das war es dann auch. Vielleicht hat Treureal keine Reinigungsfirma gefunden? Handwerker in Wilhelmshaven sagen bereits, dass sie die Häuser, die Anjas Erster Property/Beates Zweiter Property gehören, nicht in Schwung bringen wollen, weil sie nicht wüssten, ob ihre Rechnungen bezahlt werden.

Die Verwaltung der Häuser in Wilhelmshaven gleicht einem Staffellauf. Der Stab wird alle paar Monate weitergereicht. Jetzt nach Munster. Wieder bekommen Mieter Zahlungserinnerungen und fristlose Kündigungen wegen angeblicher Mietrückstände. Der Rekordhalter erhielt heute die vierte. Die erste ereilte ihn am 1. April 2007 von Treureal aus Bremen, die zweite am 19. September 2009 wieder von Treureal aus Bremen, die dritte am 24. Februar 2010 von Treureal aus Hamburg, die vierte nun von Treureal aus Munster.

Sofort rief dieser Mieter in Munster an, die zuständige Mitarbeiterin war nicht erreichbar, soll aber angeblich zurückrufen. Er sagt: "Was die machen, ist Nötigung. Ich gehe am Mittwoch zur Polizei und stelle Strafantrag."

Strafantrag gegen Hausmeister

Wilhelmshaven - 10. Oktober 2012 (tj). Ich habe gegen den Hausmeister Strafantrag gestellt wegen Nötigung und wegen Verleumdung (Vorgangs-Nummer 2012101000012944).

Ein Hausmeister klingelt

Wilhelmshaven - 10. Oktober 2012 (tj). Soeben hat der Hausmeister bei mir geklingelt. Er beschwerte sich über Berichte, die wegen Treureal erschienen sind.  Er behauptete, ich hätte Schreiben von ihm veröffentlicht. Dabei habe ich gar keins von ihm. Als ich ihn in meine Wohnung bat, um mir diese Schreiben zu zeigen, verschwand er wieder: "Keine Zeit." Zum Abschied verkündete er noch, dass ich demnächst meine Wohnung räumen müsse. Die Sache sei schon bei der Polizei. Müsste so was nicht bei Gericht sein?

Weitere Infos

Nun in Munster

Wilhelmshaven - 20. Juli 2012 (tj). Kaum hat Treureal von Hannover aus den Mahn-Rekord gebrochen, zieht das Unternehmen nach Munster um. Das ist heute den Mieterinnen und Mietern in Wilhelmshaven mitgeteilt worden.

Ein Mieter bricht den Rekord

Wilhelmshaven - 15. Juli 2012 (tj). Die 50.  Mahnung, dazu auch schon drei fristlose Kündigungen. Ein Mieter aus Wilhelmshaven bricht alle Rekorde. Er wohnt in einem Haus, das immer weiter vergammelt, seit drei Jahren einer herumschwirrenden Heuschrecke namens Anjas Erster Property/Beates Zweite Property gehört und wieder von Treureal verwaltet wird, die als Adresse unter der man nichts erreicht jetzt eine in Hannover angibt. Seit Jahren kürzt dieser Mieter wegen der Mängel die Miete. Dieser Kürzung ist nie widersprochen worden. Dennoch verschickt Treureal weiter Mahnungen ohne Berücksichtigung dieser Mietminderung. 

Am Eingang hängt ein Aushang

Wilhelmshaven - 12. Juni 2012 (tj). "Da hab ich schon angerufen. Da geht niemand ran." Sagt ein Mieter, der Treureal in Hannover erreichen wollte. Andere stehen kopfschüttelnd vor den Aushängen in den Häusern, die Anjas Erster Property in Wilhelmshaven gehören. Diese Heuschrecke schwirrt von Briefkasten-Standort zu Briefkasten-Standort.

Im Dezember 2011 sind die Anja-Häuser noch von Treureal in Hamburg verwaltet worden. Im gleichen Monat stellte sich ein neuer Hausmeister vor, der Krause hieß.  Der ward nimmermehr gesehen. Dafür machte ein Treureal-Mitarbeiter aus Hannover eine Rundreise. Der hat in den vergangenen fünf Monaten sicherlich viele mails bekommen, beantwortete aber nach 2sechs3acht4-Informationen keine einzige.

Treppenhäuser werden nicht mehr gereinigt, Wohnungen vergammeln - und nun haben die Mieter laut Aushang einen "direkten Ansprechpartner" bei Treureal in Hannover? Der nächste Hausmeister heißt Giesler - und Krause taucht wieder auf? Weggeschnitten worden ist die Telefonnummer von Jade-Weser-Immobilien, die für die Vermietung von Wohnungen zuständig sein sollen. Wer zuerst herausfindet, wo dieses Unternehmen seinen Sitz hat, darf die Miete kürzen?



Auweia-Hausverwaltung lässt...
Pressesprecher Kommentare schreiben

Ehemaliger Mitarbeiter meldet sich zu Wort

Düren. Seit 30 Jahren lebt Willem Caenen mit seiner Frau Elisabeth in der Wohnsiedlung an der Rütger-von-Scheven-Straße. «Damals war die Welt noch in Ordnung», erinnert sich Caenen an die Zeit, in der die Siedlung, die 1953 als öffentlich geförderter Wohnraum entstanden ist, noch nicht im Besitz von internationalen Finanzinvestoren war.


http://www.an-online.de/lokales/dueren-detail-an/1238789?_g=Missstaende:-Hausbewohner-wehren-und-organisieren-sich

„Nichts als Ärger gibt es mit der Treureal. Obwohl ich seit 45 Jahren regelmäßig meine Miete und die Nebenkosten bezahle und mir nie etwas zuschulden kommen ließ“, berichtet ein Betroffener. Schlaflose Nächte habe ihm die pampige Post von Zelos bereitet. Die zuständige Sachbearbeiterin der Firma in Berlin war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

http://www.ksta.de/html/artikel/1264185959173.shtml

19. Dezember 2010
Immer weiter Beschwerden

Hier lesen

Treureal/Fortera



Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo, im Oktober ist die Treureal auf der EXPO Real in München vertreten. Steht auf ihrer HP.Die freuen sich über Gäste.
Vielleicht läßt sich mal ein Riesenprotest vor Publikum veranstalten.
http://www.treureal.de/
Würde gerne über Erfolg hier lesen.

Anonym hat gesagt…

über jeden besucher werden die sich wohl kaum freuen...

Heinz-Peter Tjaden hat gesagt…

ich habe treureal auf die verhandlung am 5. 12. hingewiesen und eine bestätigungsmail bekommen von Christiane Sych
Assistentin Standortmanagement
TREUREAL GmbH
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