Mittwoch, 7. November 2012

Weitergereicht

Reicht mir als Jagdterrier

Wenn ich meine Häufchen auf dem Bürgersteig machen würde, müsste sie mein Herrchen Heinz-Peter Tjaden eintüten. Eintüten kann er auch den Mist, der heute in der "Wilhelmshavener Zeitung"   (WZ) steht. Da vergeht mir ja jede Lust auf mein Schwarzleckerli-Konto beim Reinhard-Nieter-Krankenhaus (RNK).

Lokalchef Maik Michalski, also der WZ-Redakteur, der meistens in einer Kneipe sitzt, schreibt: "Dabei hat die Geschäftsführung des RNK billige Kredite über den kommunalen Eigenbetrieb aufgenommen und an einen Finanzverwalter weitergeleitet, der das Geld am Markt zu teureren Konditionen an Darlehnsnehmer weitergab."

Da sträubt sich doch mein Fell wie sonst nur, wenn eine Katze meine Leckerlis an einen Kater weiterreichen würde. Was ich stets zu verhindern weiß, weil ich schneller knurre als eine Katze auf einem Baum sein kann. Eigentum verpflichtet schließlich täglich mehrere Leckerlis, von mir in meinen Magen befördert zu werden.

Das sage ich Mike und Pfote drauf, wie Maik Michalski das wohl nie hin bekommt, sondern Halbwahrheiten weitergibt. Die Wahrheit ist doch wohl: War das RNK reif für die Intensivstation, schlich die Geschäftsführung zur Sparkasse Wilhelmshaven und erschlich sich dort zinsgünstige Kredite, die sie einem Finanzhai in den Rachen warf, damit der sich Leute schmecken ließ, denen das Wasser bis zum finanziellen Hals stand.

Donnerstag, 1. November 2012

Familienministerin bei WiKi

"Wilhelmshavener Zeitung", 1. November 2012















Die Fotos und der Matti

Die niedersächsische Familienministerin hat gestern die Wilhelmshavener Kinderhilfe (WiKi) besucht. Geschäftsführer ist Matthias Lange. Den nenne ich seit über drei Jahren Matti. Weil: Anfang September 2009 bewegte ich meinen wunderschönen Terrierkörper nach Lüneburg. Damals war Matti Geschäftsführer der ebenfalls wunderschönen Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, die unter ihrem Dach eine prima Psycho-Sekte beherbergte. So manche Familie wurde in diese tolle Herberge gelockt und dort fein säuberlich auseinander genommen. Plötzlich waren die Kinder weg.

Weg war auch Matti, als sich Anfang September 2009 in Lüneburg Frauen und Männer trafen, die um ihre Kinder kämpften. Sie trafen sich in einem Café. Matti kam nicht, obwohl er eingeladen worden war. Das fand ich ziemlich matt, lief aber trotzdem munter mit einem Mädchen durch die Straßen, weil mich die Kleine für jedes Kunststück mit einem Leckerli belohnte. Laut Psychosekte war die Kleine zwar ziemlich gefährlich, weil sie mit ihrer Mutter angeblich eine "Geheimsprache" entwickelt hatte, um das Personal von Matti zu täuschen, bis die Mutter abhaute und ihr Kind vor Gericht wiederbekam, aber ich glaubte schon damals niemandem, der sich in die Büsche schlägt, bevor er mir ein paar Leckerlis gegeben hat.

Das Mädchen und ich hatten bereits so manche Straßenlaterne umkurvt, als eine Frau Fotos von uns machte. Die stand in einem Gebäude der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg und lichtete uns ab, bis die Kleine mein Herrchen rief und feststellte: "Die haben eine Macke." Aber hatten die auch eine Speicherkarte in der Digitalkamera? Das wollte mein Herrchen nach dem Treffen feststellen. Matti aber spielte den Unschuldsterrier, wie ich, wenn ich mal wieder ausgerissen bin. Von Fotos wisse er nichts, behauptete Matti - und rückte die Schnappschüsse also auch nicht heraus.

Da Matti nun aber nach seiner Entlassung in Lüneburg in Wilhelmshaven arbeitet, bringt er mir vielleicht diese Fotos mit reichlicher Verspätung in der Krummen Straße 1 doch noch vorbei. Dann könnte ich ihm auch ein Foto von einem anderen Mädchen zeigen, dessen Bruder ebenfalls endlich nach Hause gelassen werden sollte - aber auch das wird Matti sicherlich ganz gelassen nehmen. Also, lassen wir das. Von dem würde ich gar keine Leckerlis annehmen...