Donnerstag, 20. Juni 2013

Polizei mit Taschenlampen (V)



Um 19 Uhr ist dieser Junge noch fröhlich gewesen.
Foto: Heinz-Peter Tjaden





















Der Oberbürgermeister handelt

"Post von Wagner" heißt eine Kolumne in der "Bild-Zeitung". Auch ich habe heute Post von Wagner bekommen. Es ist die erste Reaktion auf meine Fragen und Beschwerden nach der Wohnungsdurchsuchung am Montagabend.

Sehr geehrter Herr Tjaden,

Ihre Dienstaufsichtsbeschwerde hat Herrn Oberbürgermeister Wagner vorgelegen und ist zuständigkeitshalber an den Fachbereich Zentrale Dienste weitergeleitet worden. Sie werden von dort weitere Nachricht erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage

A.  J.

Büro Oberbürgermeister
STADT WILHELMSHAVEN
Tel. 04421 - 161307
Fax 04421 - 16411307
@a...j...@stadt.wilhelmshaven.de


Nun wird also hoffentlich geklärt, wo die Frau arbeitet, die bei der Wohnungsdurchsuchung draußen gestanden hat und kein einziges Wort sagte statt für eine angemessene Vorgehensweise zu sorgen. Hätte sie mich gefragt, hätte ich ihr berichtet, dass die Mutter und ich in ständigem Kontakt mit dem Jugendamt von Wilhelmshaven und mit einem Sozialpädagogen der Familienzentrum Nord stehen. Dann wäre sie sicherlich zu der Erkenntnis gelangt, dass es keinen Grund für eine Polizeimaßnahme zu nächtlicher Stunde gegeben hat. Ich verstecke in meiner Wohnung keine Kinder, damit sie nicht zu ihren Vätern zurückkehren können. Ich hätte ihr auch berichten können, dass der Vater, der seinen Jungen mit Polizeigewalt nach Münster zurückgeholt hat, mir am Sonntag am Telefon sagte, das Kind müsse am Mittwoch wieder da sein. In der Wohnung der Mutter wäre also kein Kind aus dem Schlaf gerissen worden. Das nicht einmal vollständig bekleidet zu einem Auto gebracht wurde, während diese Frau in der Wohnung der Mutter verweilte, als müsse sie sich um das weitere Wohlbefinden des Jungen gar nicht kümmern. Was dort geschah, habe ich teilweise am Telefon mitgehört, weil mich die Mutter während der Wohnungsdurchsuchung anrief.

Ob diese Frau Mitarbeiterin des Jugendamtes - wie von ihr behauptet - ist oder nicht - wie vom Jugendamt behauptet, muss ebenfalls geklärt werden. Wie dem auch sei: Jugendämter haben ein neues Modewort entdeckt, das "Empathie" lautet. Das Fehler einer solchen werfen sie Eltern gern vor. Manchmal wird aus diesem Vorwurf ein Bumerang...

Das Jugendamt, das ich heute telefonisch um Rückruf gebeten habe, reagiert weiterhin nicht!

Mail an OB Wagner

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Mutter hat heute mit Herrn Thilo Seeberg von der Polizei Wilhelmshaven gesprochen. Die beiden Polizeibeamten, die in meine Wohnung eingedrungen sind, gaben nach zweifacher Nachfrage ihre Namen mit Weigand und Schweiger an. Laut Herrn Seeberg stimmen diese Namen nicht. Das Jugendamt von Wilhelmshaven soll die illegale Aktion bei mir veranlasst haben.  Und dann nennen im Beisein dieser Frau auch noch zwei Polizeibeamte falsche Namen?

Polizei mit Taschenlampen (VI): Polizei mit falschen Namen

 

 

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

von anderen Empathie fordern, ist eben leichter als sie selbst zu haben...

viele grüße aus gladbach

Anonym hat gesagt…

das ist Faschismus pur in diesem schrecklichen kaff, in dem ich mal gewohnt habe.

Peter, räum den sauladen auf.

Susi

schlaf trotzdem gut. du hast uns immer sehr geholfen.

Anonym hat gesagt…

das wird so enden: herr tjaden hat sich verhört. und das jugendamt muss nur noch ein bisschen überlegen für eine blöde ausrede.

Anonym hat gesagt…

alle sollten mal das blog bilderstorys.blogspot.com von herrn tjaden sorgfältig studieren. wie hieß noch gleich der unrechtsstaat auf deutschem boden.? ddr?

Anonym hat gesagt…

peter, als polizeibeamter verlange ich rückhaltlose aufklärung.

udo