Montag, 15. Juli 2013

Polizei mit Taschenlampen (XXIII)

Nur Wohnungsdurchsuchungen gehen schnell?

"Es ist wohl das Beste, wenn wir beide das regeln." Hat soeben ein Jugendamtsmitarbeiter gesagt. Er ist - habe ich nach unzähligen Anrufen endlich herausgefunden - zuständig für eine Vierjährige, die seit dem 1. April 2011 bei Pflegeeltern im Raum Münster lebt. Die Mutter wohnt seit dem 29. September 2012 in Wilhelmshaven, der Bruder der Kleinen ist am Wochenende zum vierten Mal in Wilhelmshaven gewesen. Er möchte nach über drei Jahren endlich seine Schwester wiedersehen.

Erstaunt hat mich, dass dieser Jugendamtsmitarbeiter nichts über die jüngsten Entwicklungen wusste. Ihm war nicht bekannt, dass die Mutter inzwischen in Wilhelmshaven lebt, er wusste auch nicht, dass ein vom Familiengericht Münster im Juli 2012 ausgesprochenes Umgangsverbot seit über einem Vierteljahr nicht mehr gilt, auch die Frage, warum die Kosten für die Pflegestelle des Mädchens noch nicht auf Wilhelmshaven übertragen worden sind, konnte er nicht beantworten.

Die beiden Gespräche mit dem Wilhelmshavener Jugendamt am 20. Februar und am 15. April 2013 scheinen also wirkungslos geblieben zu sein. Angefordert worden ist offenbar weder die Akte, auch mit dem zuständigen Jugendamtsmitarbeiter kann sich niemand unterhalten haben. Was der Mutter und mir versprochen worden ist, wurde warum nicht eingehalten? Illegale Aktionen, wie die am 17. Juni 2013 veranlasste Durchsuchung meiner Wohnung dagegen gehen ohne längeres Nachdenken über die Bühne?

Der Jugendamtsmitarbeiter will sich nun schlau machen. Dann ruft er mich an. Das Wilhelmshavener Jugendamt habe ich soeben in einer mail gebeten, bis dahin nichts zu tun. Was dieser Behörde bisher gelungen ist, müsste auch noch ein paar weitere Tage zu schaffen sein...Schließlich geht es nur um zwei Kinder, die sich seit über drei Jahren nicht gesehen haben.

Zum Beginn der Serie

Polizei mit Taschenlampen (XXIV): Mitarbeiterin der Stadt ruft zurück

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