Donnerstag, 12. September 2013

Polizei mit Taschenlampen (XXVI)

Die vergessenen Kinder

Er ist sechs Jahre alt, sie vier - sie dürfen sich immer noch nicht wiedersehen. Auch dem Jugendamt von Wilhelmshaven fehlt inzwischen das Erinnerungsvermögen. Hinzu kommen Wahrnehmungsstörungen. Ist mir gestern kurz vor Mitternacht bei Facebook berichtet worden. Demnach behauptet das Jugendamt von Wilhelmshaven weiterhin, dass diese Behörde mit der Wohnungsdurchsuchung vom 17. Juni 2013 nichts zu tun habe. Die sei vom Vater meines Patenkindes veranlasst worden.

Wie bitte? Jemand marschiert zur Polizei, die holt das Jugendamt und dann heißt es tatütata? Wie illegal wäre das denn? Was mir bei Facebook berichtet worden ist, habe ich sofort an die Stadt Wilhelmshaven und an das Jugendamt von Wilhelmshaven weitergeleitet. Ich verlange eine Stellungnahme. Eine Jugendamtsmitarbeiterin, die bei einer illegalen Aktion vor meiner Wohnungstür steht, hat mit der illegalen Aktion nichts zu tun?

Das sollte diese Behörde bei nächster Gelegenheit den beiden vergessenen Kindern erklären. Die würden staunen...Da stellt sich der Jugendamtsleiter von Wilhelmshaven am 12. Juni 2013 vor den Jugendhilfeausschuss und berichtet über Kinder, die woanders bei Pflegeeltern und in Heimen leben, während die Eltern hier sind. Das verursache Kosten für die Stadt Wilhelmshaven. Die nicht vermieden werden, wenn das möglich wäre? Das Jugendamt von Wilhelmshaven müsste nur Versprechen halten: Die Akten studieren, die Eltern einbeziehen, das Wiedersehen der Kinder organisieren. Wäre sicherlich sinnvoller, als jede Verantwortung bei jeder Gelegenheit von sich zu weisen. Diese beiden Kinder haben niemandem etwas getan.

Immer wieder höre ich merkwürdige Jugendamts-Geschichten. In diesen Tagen diese aus Norddeutschland: Eine junge Mutter trennt sich von dem Vater ihres Kindes. Findet das Jugendamt gut. Doch der Vater lauert der Mutter überall auf. Deswegen wendet sie sich hilfesuchend an das Jugendamt. Das Kind wird ihr im Jugendamt mit Polizeigewalt weggenommen. Begründung: Sie halte den Vater nicht von sich und ihrem Kind fern.

Diese Geschichte macht im Internet schnell die Runde. Schon bekommt die Mutter ihr Kind zurück. Das Jugendamt reagiert nicht etwa aus Einsicht, sondern wegen des öffentlichen Druckes. An eine gerichtlich verfügte Bannmeile für den Vater hat bis heute niemand gedacht. Die Mutter lebt also weiter in Angst...

Polizei mit Taschenlampen (XXVII)

Keine Kommentare: