Montag, 15. Januar 2018

Neid und Intrigen

Paukenschlag beim Neujahrsempfang

"Wilhelmshaven geht besser" ist sein Wahlkampfmotto gewesen. Sein Ziel sei "A, A, A" = "Arbeit, Arbeit, Arbeit". Doch 2019 geht er wieder. Die (nicht näher erläuterten!) Gründe für seinen Rückzug - laut seiner Neujahrsansprache: "Neid, Missgunst, Intrigen".
Schwere Vorwürfe - alle Finger zeigen auf "die anderen". Keiner auf ihn selbst.

Dabei hätte Andreas Wagner durchaus Anlass zur Selbstkritik. Wer bei einem Krankenhaus-Streit den Chef eines Krankenhauses, der andere Pläne hat als Wagner, öffentlich abkanzelt, als habe er einen unfähigen Hausmeister vor sich, wer die ganze Stadt mit Schnüffel-Aktionen bedroht, weil ein Gerücht gestreut wird, das mit beispiellosen Hass-Kommentaren einhergeht, statt sich zu fragen, wo die Ursachen für derartige krankhafte Ausraster liegen, wer immer wieder so tut, als regiere er eine Stadt, die ihresgleichen (was manchmal stimmt, dann aber in negativer Hinsicht) sucht und getrost kommunalen Egoismus pflegen darf, wer bei einem wichtigen Treffen zur Zusammenarbeit der Regionen einfach fehlt und dann auch noch behauptet, er habe nicht gewusst, dass sich ein Oberbürgermeister auch vertreten lassen kann, der kann nun wirklich seine Hände nicht in Unschuld waschen. 

Auch in der Verwaltung hat Wagner gelegentlich die Falschen gedeckt und so die wirklich am Wohl der Stadt Interessierten vergrellt. Das System der Angst, der Resignation und der stetigen Verwunderung über alles, was doch noch schiefgehen kann, hat er nie überwunden. Und nun ist sogar selbst ein Opfer dieses Systems geworden? Wer es einfach mag...

Heinz-Peter Tjaden
Lesetipp "Pannen-Stadt am Meer"  

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