Dienstag, 17. April 2018

Erfolglos in Hannover

So muss ein Flur aussehen, wenn das
Jugendamt von Wilhelmshaven einen
Einbruch organisiert hat. 
Der angeschmierte Räuber

Vielleicht hat er erst einmal ein wenig geschlottert: Gestern Nacht wurde auf dem Georgsplatz in Hannover ein Taxifahrer überfallen. Doch der 56-Jährige schlug dem Räuber ein Schnippchen. Er drückte dem Maskierten eine Mappe in die Hand. Mit der machte sich der Räuber aus dem Staub. Er ahnte nicht einmal, dass er lediglich die Fahrzeugpapiere erbeutet hatte. 

Solche Meldungen häufen sich in den Pressemitteilungen der Polizei von Hannover: Räuber treiben sich nachts herum, bringen es aber zu nichts. Mitarbeiter von Tankstellen schlagen überraschend zurück und entwaffnen Bewaffnete. Wer Opfer sein sollte, wird es nicht. Die Räuber sehen so dämlich aus wie sie es verdient haben. 

Und schon frage ich mich, ob ich mich am 17. Juni 2013 nicht anders hätte verhalten sollen, als gegen 21.40 Uhr zwei Männer mit Gewalt in meine Wohnung eingedrungen sind. Ich vermutete zwar nicht zu Unrecht, dass diese Einbrecher von der Polizei kamen, bewiesen hatten sie mir das aber nicht. Während des Einbruchs logen sie mir sogar noch falsche Namen ins Gesicht. Sie nannten sich Wiegand und Schweiger. Und ich schaltete nicht. Ich hatte nur ein flaues Gefühl im Magen.

Was wäre geschehen, wenn ich sofort darauf gekommen wäre, dass das Jugendamt von Wilhelmshaven diesen Einbruch organisiert hatte? Man vermutete amtsseitig nach zwei Gesprächen, die ich mit der Behörde führte, meinen Paten-Jungen bei mir. Der natürlich nicht bei mir war. Sondern bei seiner Mutter, wo er auch an diesem Abend hingehörte. Dass ich in Wilhelmshaven ein Kind vor Einbrechern verstecken musste, die vom Jugendamt geschickt wurden, war mir bis dahin noch gar nicht nicht klar gewesen.

Ich hätte warten sollen, bis Wiegand und Schweiger in der Stube sind. Dann hätte ich eine Bratpfanne nehmen können. Da ich aber ein friedlicher Mensch bin, hätte es auch gereicht, wenn ich die beiden Einbrecher in der Stube eingeschlossen hätte. Dann hätte ich zu meiner Mutter fahren sollen, um bei ihr zu übernachten. Die Frau, die vor meiner Tür stand, vom Jugendamt kam und nichts sagte, hätte dumm aus der Wäsche geschaut - und nach dem Einbruch wäre das Jugendamt außerstande gewesen, mich - wie geschehen - zu verleumden. Dass in meiner Stube zwei Polizeibeamte die Nacht verbracht hatten, hätte die vor meiner Tür schweigende Frau vor Gericht bestimmt nicht erzählt. 

Die Lügen, die von den Polizeibeamten und vom Jugendamt nach dem Einbruch verbreitet wurden, wären nie verbreitet worden. Der Peinlichkeit wegen.

Pressemitteilung über den Fall

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