Mittwoch, 16. Mai 2018

Vor der Wahl

Dieser SPD-OB erlegt auch
SPD-Kandidaten.
Politische Selbstmörder gesucht

2011 haben sich in Wilhelmshaven bis zu zehn Kandidaten um das Amt des Oberbürgermeisters beworben. Eine Stichwahl gab es nicht, Andreas Wagner (CDU) machte das Rennen. 

Der damalige Oberbürgermeister Eberhard Menzel (SPD) erlegte den SPD-Kandidaten Thomas Städtler fast im Alleingang. Er bezichtigte Städtler sogar der Lüge. Die Lokalzeitung warnte Wagner vor "Heckenschützen aus den eigenen Reihen", der versprach dennoch unverdrossen das Blaue vom Himmel und ist nun froh, wenn er 2019 mit einem blauen Auge aus dem Amt wieder herauskommt. 

Spannend ist da natürlich die Frage, ob sich im nächsten Jahr noch ein paar politische Selbstmörder finden lassen, die nach der Wahl mit ihrem Leben abschließen wollen.

Selbstmordgründe könnten meiner Broschüre "Wahl spezial. Gelebte Demokratie an der Jade" aus dem Jahre 2011 entnommen werden. Doch die hat ein Wilhelmshavener Polizeibeamter verbieten lassen. Im Gegensatz zu anderen Broschüre kann ich die nicht wieder herstellen. Ausgeliehen werden kann sie aber in der Niedersächsischen Landesbibliothek. 

Mehr über das Verbot  

Kandidat der Wirtschaft will nicht

„In erster Linie bin ich Wittmunder und nicht Politiker“, sagte Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen am Dienstagabend vor dem Stadtrat. Er nahm die Sitzung zum Anlass, Gerüchte zu dementieren, er würde sich um das Wilhelmshavener Oberbürgermeisteramt von Andreas Wagner (CDU) bewerben. Wagner hatte angekündigt, sein Amt 2019 aufzugeben.


Vertreter der Wilhelmshavener Wirtschaft, die kürzlich in Wittmund zu Besuch waren, brachten den Namen von Claußen ins Gespräch. „Es ist eine Anerkennung, dass man mir das Amt zutraut, aber auch nach familiärer Abstimmung werde ich es nicht anstreben“, so der 52-Jährige. Vielmehr wolle er sich nach Ablauf seiner Amtszeit 2021 als parteiloser Kandidat für Wittmund noch einmal bewerben.

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