Dienstag, 7. Mai 2019

Vor der Wahl (IV)

Die reicht nicht. 
Frauen müssen leider draußen bleiben

Für das "Neue Wilhelmshaven" (NW, ehemals "Wilhelmshavener Zeitung", WZ) ist das ganz einfach: Damit die Oberbürgermeisterwahl nicht zu unübersichtlich wird, dürfen nur Männer gewählt werden. Gewählt werden sie selbstverständlich nur von Männern und von solchen, die Männer werden wollen. Denn gewählt werden darf unter Männern ab 16. 

Auf den NW-Wahl-Seiten erscheinen zwar auch drei Fotos, auf denen die Männer aussehen wie Frauen. Aber dabei kann es sich nur um einen Irrtum handeln. Näheres weiß sicherlich Annegret Kramp-Karrenbauer, die neuerdings aussieht wie NW-Chefredakteur Gerd Abeldt.

Bei der Wahl gilt also laut NW: "Ab 16 Jahren dürfen Bürger sich an der Wahl zum Oberbürgermeister beteiligen." "Anders als bei der Wahl des Rates darf bei der Wahl des Oberbürgermeisters jeder Wähler nur ein Kreuz machen." "Als gewählt gilt, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen bekommen hat. Erreicht diese kein Bewerber, findet eine Stichwahl zwischen den beiden Personen statt, welche die meisten Stimmen erhalten haben."

Nach der Wahl soll sich Wilhelmshaven noch weiter verändern. Denn viele Männer wollen Brücken bauen. Die KW-Brücke als Wahrzeichen reicht ihnen nicht.

Gott und Ex-OB treten aus

1. April 2019. So ganz vergleichen lässt sich das nicht, aber...Laut Erich Kästner ist Gott vor langer Zeit aus der Kirche ausgetreten - und nun laut Medienberichten Eberhard Menzel, der heute vor dem Landgericht in Oldenburg sein Urteil erwartet, aus der Wilhelmshavener SPD. Auch in diesem Fall helfen weder Hohn noch Spott.

Siehe auch "Bewährungsstrafen für alle" 

ZDF vier Wochen in Wilhelmshaven

"Ziel erreicht", verkündet das Navi. Ich steige aus und traue meinen Augen nicht: Die "zentrale Einkaufsmeile" beginnt mit einer Brachfläche, grüne Wiese mitten in der Innenstadt, vielleicht so groß wie ein Tennisplatz. Dahinter ein Wohnhaus, dessen Fassade mit tiefen Löchern ins Auge sticht, der Putz bröckelt. Dahinter ein japanisches Restaurant, ein Asia-Laden und - direkt vor dem Schild "Fußgängerzone": ein großer Erotik-Shop. Ich laufe die Marktstraße ein paar Meter weiter, jetzt beginnt die typischere Einkaufsmeile - viele Ketten, wie in jeder Innenstadt, ein Kaufhaus. Ich biege ab Richtung Rathaus und stoße auf einen Wochenmarkt.

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Vor der Wahl (I) 



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